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Merenberger Katastrophenschutzzug unter Tage Menschen retten, Feuer löschen, doch wie funktioniert das, wenn die Einsatzstelle 800 Meter unter der Erde liegt? Antworten auf diese Frage fanden die 25 Einsatzkräfte des 8. Löschzuges bei einer Exkursion zur Grubenwehr nach Merkers in Thüringen. Geräte nach Feuerwehrnorm sind in diesem Salzbergwerk nicht zu finden. Die Fahrzeuge des unter-irdischen Stützpunktes sind auf die individuellen Bedürfnisse der Grubenwehr angepasst: Alle sind möglichst klein und wendig, so dass sie in dem unterirdischen Labyrinth aus Stollen und Schächten auch überall zum Einsatzort gelangen können. Wie auch bei der Brandbekämpfung über Tage legen die Angehörigen der Grubenwehr den Schwerpunkt ihrer Ausbildung in die Beherrschung der eigenen Schutzausrüstung. Doch selbst der so genannte schwere Atemschutz, der beiden Feuerwehren mittels Pressluftvorrat einen durchschnittlichen Löschangriff von einer halben Stunde zulässt, ist unter Tage nicht ausreichend. Hier werden Atemschutzgeräte eingesetzt, in denen die verbrauchte Atemluft durch Sauerstoff angereichert wird. Dadurch können die Angehörigen der Grubenwehr Einsätze von vier Stunden ohne Frischluft überstehen. Und dies ist bei der Größe und den Besonderheiten der „Unterwelt“ auch notwendig. In dem Salzbergwerk mit einem Gesamtstraßennetz der Größe Münchens gibt es Areale, die nicht mehr dem Salzabbau dienen. Unterirdischer Konzertsaal, Kletterpark, eine faszinierende Grotte mit Salzkristallen oder aber die Goldkammer, in der die Reichsbank ihre Goldreserven zum Ende des Weltkrieges versteckt hielt, locken hier viele Besucher. Für deren Schutz ist die Grubenwehr ebenfalls zuständig. |


